Digitale Transformation

Der digitale Wandel betrifft uns alle. Seien Sie gut darauf vorbereitet.

Digitale Transformation

Der digitale Wandel betrifft alle Bereiche des Unternehmens. Daher ist es wichtig, die digitale Transformation strategisch und systematisch richtig anzugehen. Dazu haben wir in den letzten Jahren einen bereits vielfach erprobten Ansatz entwickelt.

Strategien und Strukturen

Zunächst sollte eine Transformationsstrategie erarbeitet werden. Sie hat drei Funktionen:

  • Sie beschreibt, welche Veränderungen in der Wertschöpfungs- und Managementstruktur erforderlich sind,
  • sie gibt den Umgang mit digitalen Technologien vor und
  • sie berücksichtigt den finanziellen Handlungsspielraum und -druck.

Als ganzheitlicher Ansatz kombiniert sie eine IT-Strategie und eine Unternehmensstrategie. Mit ihr können die Transformationsbemühungen über alle Unternehmensbereiche hinweg koordiniert und priorisiert werden. Wichtig ist, die folgenden vier Dimensionen in die Transformationsstrategie einzubeziehen:

  • die Nutzung von Technologien,
  • strukturelle Veränderungen der Wertschöpfung,
  • strukturelle Veränderungen der Organisation und
  • finanzielle Aspekte.

Technologienutzung

Die digitale Transformation ist untrennbar mit dem Aufkommen digitaler Technologien verbunden. Daher befasst sich die erste Strategiedimension mit dem Einsatz dieser Technologien. Sie beschreibt die strategische Rolle der IT und die technologischen Ambitionen des Unternehmens und beantwortet insbesondere folgende Fragen: Welche Entwicklungen sind zentral für das Unternehmen und sollten beobachtet werden? Welche Ambitionen hat es beim Einsatz digitaler Technologien, strebt es eine Technologieführerschaft an oder reicht es, Standardanwendungen zu nutzen? Welche Anpassungen sind an der IT-Landschaft vorzunehmen?

Veränderung der Wertschöpfung

Verfolgt ein Unternehmen neue digitale Aktivitäten, weichen diese in der Regel vom alten Kerngeschäft ab. Damit wirken sich Transformationsstrategien auch auf die Wertschöpfungskette eines Unternehmens aus. So kann der digitale Wandel von Produkten oder Dienstleistungen unterschiedliche Monetarisierungsformen sowie die Erweiterung von Geschäftsbereichen ermöglichen oder erfordern. Die Leitfrage dieser Dimension lautet: Mit welchen Angeboten oder Prozessen generiert das Unternehmen in Zukunft Erlöse?

Veränderung der Organisation

Neue Technologien und Formen der Wertschöpfung erfordern im Unternehmen auch strukturelle, eventuell sogar kulturelle Anpassungen. Wer ist für die digitale Transformation verantwortlich, wo werden digitale Aktivitäten im Unternehmen angesiedelt, wie können digitale Kompetenzen gebündelt und erweitert werden? Je nach Ausmaß der Veränderungen durch die Digitalisierung kann es sinnvoll sein, neue Aktivitäten und Prozesse in bestehende Strukturen einzubinden oder eine eigene Digitaleinheit zu schaffen.

Finanzielle Aspekte

Die genannten Veränderungen können nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn der finanzielle Handlungsspielraum berücksichtigt wird. Deshalb sollten Unternehmen auch und gerade in Wachstumsphasen ihre digitale Transformation verfolgen. Denn ausreichende finanzielle Mittel erlauben es, die Digitalisierung schnell und ganzheitlich voranzutreiben und dabei handlungsfähig zu bleiben. Geht das Kerngeschäft erst zurück, sind die Mittel für die Umsetzung digitaler Projekte eingeschränkt. Deshalb müssen sich Unternehmen fragen, welche Auswirkungen der digitale Wandel auf ihr Ergebnis hat und welche Investitionsmittel für die digitale Transformation zur Verfügung stehen.

Um die Digitalisierungsstrategie umzusetzen, müssen Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle sowie gegebenenfalls die IT-Landschaft, die Organisationsstruktur, die Kultur und die vorhandenen Kompetenzen angepasst werden.

Bottom-up oder Top-down

Für den Strategieprozess gibt es grundsätzlich zwei Varianten: Die Strategie kann vom Top-Management ausgehen (Top-down) oder aus der Organisation heraus angestoßen werden (Bottom-up). In der Praxis sollten Elemente aus beiden Ansätzen zusammenspielen. Einerseits lassen sich Digitalisierungsstrategien nur schwer zentral planen, weil sie die ganze Organisation betreffen. Andererseits ist ein reiner Bottom-up-Ansatz nicht ausreichend, da übergeordnete Ziele und Prioritäten nicht festgelegt werden können. Als Daumenregel gilt: Bottom-up lassen sich eher Ansätze für kontinuierliche, schrittweise Entwicklungen gewinnen, grundlegend neue Ansätze sollten top-down angestoßen werden. Funktioniert dies im Zusammenspiel, geht das Unternehmen gemeinsam den Weg der Digitalisierung.

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